Ermlandbriefe (3/2009)
Katechismus-Ecke - Sommer 2009


Die Feier der heiligen Messe

Gott schenkt sich uns

Von Pastor Clemens Bombeck, Prodekan des Konsistoriums

3. Gedanken zur Feier der heiligen Messe - Gott schenkt sich uns

Gern nehmen wir eine Einladung an, wenn sie von jemandem kommt, der uns wichtig ist. Wir überlegen uns, mit welchem Geschenk wir dem Gastgeber eine Freude bereiten können. Dabei kommen wir gar nicht auf den Gedanken: Was wird er uns denn schenken?

Sicherlich möchten wir mit der bewussten Teilnahme an der heiligen Messe Gott eine Freude bereiten. Aber noch mehr ist es Gott selber, der uns beschenken will. Sein Geschenk ist klein, unscheinbar, in irdischem Sinn sogar sehr bescheiden: Es ist nur ein kleines Stückchen Brot, mehr nicht. Und doch: In diesem kleinen Stück Brot ist er selbst gegenwärtig. Es ist Christus, der in der heiligen Messe durch das Wort des Priesters sagt. „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Indem wir die Hostie empfangen, nehmen wir den unendlichen Gott in uns auf. Seine Gemeinschaft - seine Kommunion mit uns - ist das Geschenk.

Dieses göttliche Geschenk bewirkt die Einheit, ja Verschmelzung: Gott mit uns und in uns - und wir mit ihm und in ihm. Indem wir Christus in Seinem Brot empfangen, werden wir in ihm aufgenommen und ihm gleichgestaltet. Die hl. Therese von Lisieux sagt: „Mein Himmel ist verborgen in der Hostie, in der Jesus, mein Bräutigam, sich aus Liebe verhüllt … Welch göttlicher Augenblick, wenn du, Vielgeliebter, in deiner Zärtlichkeit kommst, um mich in dich umzuwandeln! Diese Vereinigung der Liebe und diese unaussprechliche Fülle - das ist der Himmel, der mir gehört! … Jeden Morgen verwandelt Jesus eine weiße Hostie in sich selbst, um mit mir sein Leben zu teilen; ja, noch mehr, im Übermaß seiner Liebe will er mich in sich selbst verwandeln.“




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Zuletzt geändert: 8. Januar 2016
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