Ermlandbriefe (2/2008)
Katechismus-Extra


Statio Warmiae: Die ermländischen Freitage

Heimatgemeinschaft vom Altar her

Von Prälat Paul Hoppe , Kapitularvikar von Ermland

(Aus: Ermländischer Hauskalender 1963, S. 19)

(...) Mehrfach wurde ich schon von Menschen aus den neuen Bundesländern gefragt, wo man mehr Informationen über die „Ermländischen Freitage“ bekommen kann. Ich glaube, viele würden sich freuen, wenn sie in den Ermlandbriefen dazu die ausführliche Information erhielten, wie es einmal angefangen hatte. Es ist so ein schöner hinführender Text, den Prälat Hoppe 1963 im Ermländischen Hauskalender geschrieben hat.

Die fünfte Intention stammt von Prälat Schwalke. Sein Wunsch, die Ermländischen Freitage nicht zu vergessen, ist wie ein kostbares Vermächtnis an uns. (...)

Dorothea Ehlert (np)


Natürliche Gegebenheiten

Unsere ermländische Gemeinschaft besteht von der Heimat her. Gemeinsames Leben und Arbeiten, Nachbarschaft und Verwandtschaft, Bewußtsein jahrhundertelanger Zusammengehörigkeit und Verwurzeltsein in der heimatlichen Scholle waren natürliche Gegebenheiten, die unsere Gemeinschaft werden ließen.

Diese ist auch nach der Vertreibung nicht nur Gegenstand freundlicher und wehmütiger Erinnerung; sie bleibt eine Wirklichkeit für alle, die eben „Landsleute“ im Sinne dieses Wortes sein wollen.

Solche Gemeinschaft ist etwas Ursprüngliches. Solche Verbundenheit liegt in der Natur des Menschen; sie ist ihm somit von Gott, dem Schöpfer alles Seienden, mitgegeben. Deshalb dürfen und sollen wir sie auch pflegen. Das tun wir in unserem Bereich auf den ermländischen Heimattagen mit den Wallfahrten und Treffen. Ebenso festigen die „Ermlandbriefe“ und der „Ermländische Hauskalender“ das Band unter den Menschen gleichen Stammes und gleicher Art.

Ob das wohl alles noch Zweck hat? (...) Hier nur soviel zum Sinn - wir sagen nicht Zweck - unserer Bemühungen: Alles, was in rechter Gesinnung zum Besten unserer Menschen gedacht und getan und wofür geopfert und gebetet wird, hat schon seinen guten inneren Sinn. Solches Sorgen und Tun ist niemals sinnlos, auch wenn ein mitlaufender Zweck nicht erreichbar wird. Gott, Herr der Geschichte auch unserer Tage und der Zukunft, wird mit Seinem Segen alles fruchtbar werden lassen in Seinem Plane.


Wir sind noch mehr!

Zu dem naturgemäßen Zusammenhalt kommt für die Ermländer nun noch etwas sehr Großes hinzu. Wir bilden nämlich auch jetzt, da wir außerhalb unseres ermländischen Bistumbereichs leben müssen, eine Gemeinschaft in der Kirche. Sie ist uns auch unter den zur Zeit veränderten Verhältnissen gegeben. Sie fällt nicht unter den Begriff: verloren. Durch die Entscheidung der Kirche ist sie uns hinübergerettet. Je mehr jeder von uns den Wert dieser Tatsache anerkennt, je besser er sich bemüht, ihrer Verpflichtung gerecht zu werden, um so fester wird das Band rund ums Ermland gewoben.

Wir sind also auch eine Gemeinschaft vom Glauben und von der Kirche her. Jeder gehört ihr an, gleich ob sein Taufstein in der Langwalder oder Tilsiter Kirche stand, ob er vor dem Hochaltar in Königsberg oder Stuhm kniete. Dies sind ja die Stätten, wo wir alle in gleicher Weise als ermländische Diözesanen ausgerichtet wurden für unseren Lebensweg durch diese Zeit in die ewige Heimat.

Das Bewußtsein solcher Gemeinschaft wollen wir Ermländer nicht nur im Herzen tragen; wir wollen ihm auch einen gebührenden Ausdruck geben. Das wird in eines jeden Leben auf mancherlei Weise geschehen.

Hier und jetzt geht es mir aber um ein besonderes Anliegen, das ich Euch, meine lieben Ermländer, sehr ans Herz legen möchte.


Wir wahren das Erbe!

Zahlreiche Kirchspiele hielten im Ermland „Gelobte Tage“. Ihren Ursprung verdanken diese dem frommen Sinn unserer Vorfahren, die in Zeiten großen Leids durch „Krieg und Pest, Feuer, Wasser und Hungersnot“ mit der Feier solcher Tage den Himmel bestürmten um Abwendung der Heimsuchung. Und die Nachfahren begingen in Verbundenheit diese Tage weiter als verpflichtendes Vermächtnis. Sie hielten Arbeitsruhe, gingen „mit Opfer“ zu einer Nachbarkirche oder zu einem Wallfahrtsort; sie dankten Gott für besondere Erweise Seiner Vorsehung und Liebe in der Vergangenheit; sie baten um Heil und Gnade für die Zukunft.

Nun gehört es doch zu unserer Aufgabe, das Erbe der Heimat zu bewahren. Ich frage Euch deshalb: Sind solche Gott gelobten Tage nicht ein Stück dieses Erbes? Sollte die Verpflichtung, die Ermland einst Gott gegenüber einging, nicht in zeitgemäßer Weise auch von uns heute noch erfüllt werden? Es wird schwierig sein, die Sprache, die heimatliche Mundart zu erhalten; aber die Sprache des Glaubens soll unser Herz und Leben weiter sprechen wie die Menschen von einst.

So komme ich nun auf mein Anliegen: Jeder Freitag einer jeden Woche soll der „Gelobte Freitag des Ermlandes in der Fremde“ sein. In Anpassung an unsere jetzigen Verhältnisse wollen wir jeden Freitag als unseren besonderen Bet- und Opfertag halten in der Mitsorge um das Heil unserer Ermlandfamilie. Priester und Gläubige, junges und altes Ermland, Kranke und Gesunde können so kundtun, dass wir miteinander vereint und verbunden sind über alle äußere Trennung hinweg. So bekunden wir auch, dass wir, wie Prälat Kather es sagte, als Ermländer eine Familie sind, die eingetragen ist in das Herz Gottes.

Was wollen wir an den Gelobten Freitagen tun? Ganz praktisch sei es gesagt: Bei unserem Morgengebet werden wir etwa mit den Worten unseres heimatlichen Morgenliedes sprechen: „All´ unser Denken, unser Tun, auch uns´re Not und unser Leid, das Reden, Schaffen und das Ruh´n, das alles sei Dir, Gott, geweiht!“ und werden dann zusetzen: „Zum Heil unseres Ermlandes.“

Als zweites bitte ich Euch, nach Möglichkeit das heilige Messopfer am Freitag mitzufeiern. Dies mögen auch die in Beruf und Arbeit stehenden Ermländer versuchen. Gewiss heißt es dann wohl für manchen, eine Stunde eher aufzustehen; aber wenn man sich am Abend vorher etwas einrichtet, um früher zur Ruhe zu kommen, dürfte es doch oft möglich sein. Zumindest sollte aus jeder Familie ein Mitglied zur Feier der heiligen Messe sich aufmachen. Wenn der Freitag nun gar nicht passt, bietet in vielen Gemeinden heute die Mitfeier der Abendmesse Gelegenheit, dann eben auch an einem anderen Tag, des Ermlandes betend zu gedenken.


Welche Anliegen wollen wir an den einzelnen Freitagen in unser Beten und Opfern hinein nehmen?


Am ersten Freitag eines jeden Monats:
Unser Danken

„Aus Deiner Wunde flutet Deine Liebe immerdar“, so heißt es in unserem Herz-Jesu-Lied. Es ist ja heute der Herz-Jesu-Freitag. Danksagendes Ermland soll sich im Gebet und in der Opferfeier vereinen. Wir sagen Dank für alle Gnaden und Gaben, die wir Ermländer in den schweren Jahren und bis auf den heutigen Tag empfangen haben. Wir sind betenden Dank all denen schuldig, deren Gaben der Liebe wir in der Notzeit empfangen haben. Ob es die Spenden der Caritas waren oder das Carepaket oder die Dollar der amerikanischen Christen, mit deren Hilfe wir damals in der Armseligkeit der Diaspora Notwohnungen des Herrn bauen konnten, wo wir Geborgenheit und Zuversicht fanden - Dank haben wir zu sagen all den Helfern Gottes, durch die Er uns Seine Liebe zeigte. Grund genug für uns, in solcher Gesinnung des Dankens die Herz-Jesu-Messe mitzufeiern.

Haben wir nicht weiter zu danken, dass wir in der Kraft des Glaubens und der Gnade jene Elendsjahre unbeschadet bestehen konnten? Dafür, dass das Kreuz, als es so sichtbar und spürbar auf unseren Schultern lag, uns getragen hat? Die Erinnerung an die Heimsuchung, die wir uns gewiss nicht noch einmal wünschen, darf für den Ermländer im letzten nicht Leid und Bitterkeit sein. So schwer das auch alles gewesen ist, dem wachen Christen schenkten jene Jahre doch die frohe Erfahrung, dass der Herr nahe ist allen, die Ihn anrufen und Ihm vertrauen. Es wurde uns offenbar, dass vieles uns zum besten gereichte und Unheil zum Heil wurde all denen, die Gott lieben. Zumindest nachträglich wird es uns aufgegangen sein, dass unser Ja zum Kreuz, so zagend das Herz es vielleicht auch sprach, Wege über Abgründe aufzeigte. Wer dem Kreuz nahe ist, ist Christus nahe. So konnte auch die schlimme Zeit für uns zu unverlierbarem Gewinn werden.

Wenn wir nun heute noch gläubig und dankbar an das Kreuz zurückdenken, werden wir auch mit den Lockungen und Reizen unserer Wohlstandsepoche in rechter Weise leichter fertig werden. Wer dankbar bleibt für das, was er in jener Schule des Kreuzes gelernt hat, ist gesichert gegenüber einer Welt, die ihm verführerisch ihren gleißenden Reichtum aufdrängen will. Er stellt sein Herz nicht voll mit dem Kram des Irdischen. Wer sich auch heute noch in Dankbarkeit bewusst ist, dass er in „Christus fest gegründet“ Not jeglicher Art innerlich überstanden hat, wird zugleich den jungen Ermländern, die den Anfechtungen einer ungebundenen Lebenssucht viel stärker ausgesetzt sind, als es die Jugend früher war, ohne Worte eine ehrliche und deshalb sehr wirksame Predigt halten über Zucht und Maß.

Lasst uns also dankbar bleiben für die Gnade des Kreuzes.


Am zweiten Freitag eines jeden Monats:
Beten um Frieden

„Christus, unser Friede.“ So viel oder so wenig sich verantwortliche Politiker um den Frieden für die Welt bemühen, wir wollen am zweiten Freitag beten und die heilige Messe mitfeiern um den Gottesfrieden für die Völker. Die Diplomaten allein schaffen es nicht, die Völker zueinander zu bringen. Dass Sein Friede allen geschenkt werde, dass Er als der Stifter des Friedens am Kreuz sich dieser Welt, die im argen liegt, erbarme, möge unser Flehen sein, wenn wir Ihn in Seinem heiligen Opfer unter uns haben.

Das Gebet ist eine Macht, die eingesetzt werden muss für das Heil der Welt. Aus einem Brief, der im 2. Jahrhundert geschrieben ist, stammt der Satz: „Wir Christen halten die Welt zusammen!“ Damals waren es wohl ein paar Zehntausend, die sich solches zutrauten. Welch Glaube, welch richtiges Selbstbewusstsein, welche Verantwortung sprechen aus diesem Wort! Auch wir Christen von heute haben die Welt, die in Misstrauen und Unfriede auseinanderzufallen droht, zusammenzuhalten durch unser Beten. Es muss allerdings geschehen in dem Vertrauen, wie es unser Vesperpsalm sagt: „Du weißt, was in der Zukunft steckt, das Schicksal aller Staaten.“

Verbinden muss sich mit unserem Gebet die Hingabe des eigenen Herzens in das Friedensopfer Christi. Aufgerufen wird unser Herz, sich ernstlich zu bemühen, im Frieden mit Gott zu leben und Frieden mit den Menschen zu halten. Unser Herz, das keinen Eisernen Vorhang und Drahtverhau schaffen darf zwischen sich und dem Nächsten. Unser Herz muss dabeisein, das sich freihalten will von Bitterkeit und Hass und das bereit ist zur Verzeihung und Versöhnung allen gegenüber. Wenn das Herz nicht zu allem bereit ist, wird das schönste Friedensgebet zu leerem Geplapper.

Mit besonderer Fürbitte gedenken wir an diesem Freitag aller Ermländer, die täglich dort leben und sich bewähren müssen, wo die Freiheit des Glaubens und des Gewissens bedroht ist und wo kein friedliches Verhältnis herrscht zwischen Kirche und weltlicher Macht. Wir gedenken ihrer Nöte und Sorgen und empfehlen sie dem Herzen dessen, der sich als „Friedensopfer für die Welt dargebracht hat und in Seiner Person die Feindschaft tötete“, wie Paulus sagt. Allen Menschen gilt unser betender Wunsch: „Der Friede Gottes, der alles Denken übersteigt, bewahre euer Herz und eure Gedanken.“


Am dritten Freitag im Monat:
Unsere Sorge für die geistlichen Stände

Heute erwarten Eure Seelsorger von daheim Euer Gebet für sie als Zeichen übernatürlicher Verbundenheit. Diese bleibt, auch wenn sie jetzt nicht mehr Eure Hirten sein können. Die hier geweihten Priester, die aus unseren ermländischen Familien stammen, rechnen ebenfalls auf Euren betenden Beistand zu wahrhaft priesterlichem Leben und Wirken.

Es gibt uns aber dieser Gelobte Freitag dazu noch auf, an das Wort Christi zu denken: „Bittet den Herrn der Ernte, dass Er Arbeiter in Seine Ernte einsetze.“

Als Ehrung und Bevorzugung einer Familie haben es Ermländer immer angesehen, wenn Gott eines ihrer Kinder zum heiligen Dienst berief. Papst Pius XII. hat das Wort gesprochen: „Väter und Mütter jeden Standes mögen innig darum beten, dass sie gewürdigt werden, wenigstens eines ihrer Kinder dem Dienst Gottes weihen zu dürfen.“ Ob Ihr darum wirklich betet, besonders Ihr jungen Väter und Mütter, wenn Eure Kinder zum Taufbrunnen getragen werden? Ob Ihr darum betet, gewürdigt zu werden, in einem Kind einst einen Priester oder eine Klosterschwester, einen Ordensbruder sehen zu dürfen? Wohl weiß ich von Beispielen dafür, dass es früher so gehalten wurde. Wie steht es heute damit?

Der Glaube an dieses Gewürdigtwerden von Seiten Gottes und die wahre Hochschätzung des geistlichen Standes jeder Art unsererseits müssen in ermländischen Herzen wach bleiben. Um solche Haltung aber wollen wir heute beten; denn Ungeist der Zeit bedroht auch unsere Familien. Ist es doch schon vorgekommen, dass Eltern ihr schroffes Nein dem Ruf zum geistlichen Stand entgegenstellten.

Unser Gebet an diesem dritten Freitag soll dazu verhelfen, dass der Geist christlicher Lebensauffassung und der Opferbereitschaft in unseren jungen Familien herrsche. Wenn hier bewusst und schuldhaft gegen das Lebensgesetz Gottes gesündigt würde, wenn dem einzigen Kind - nur dies eine wird angenommen - dann noch alles gegeben und nichts versagt wird, wenn so ein Modepüppchen oder ein Muttersöhnchen aufgepäppelt wird (das doch „etwas vom Leben haben soll!“), dann besteht kaum Aussicht, dass hier ein Mensch heranwächst, an den der Ruf Gottes zum heiligen Dienst ergehen kann.

Lasst Euch, liebe Ermländer, sehr bitten, für das Heil unserer jungen Familien mitzusorgen; darum zu beten, dass Christi Heiliger Geist ihr Trachten und Wollen lenke und stärke und dass sie leben und opfern im Vertrauen auf das Sakrament der Ehe.


Am vierten Freitag im Monat:
Ermlandfamilie im Jenseits

„Begrabt diesen Leib, wo es auch sei, und macht euch darum keine Sorge. Nur um das eine bitte ich euch, dass ihr meiner am Altar gedenkt, wo ihr seid.“ So sprach die heilige Monika einst zu ihrem Sohn, zum heiligen Augustinus. Von vielen Ermländern wissen wir nicht, wo sie ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. So leidvoll das oft auch sein kann, unsere Gemeinschaft reicht hinüber in die andere Welt! Dort ist über das ewige Los aller, die ihren Lebensweg zu Ende gegangen sind, durch Gottes Urteil entschieden. Wir schenken unseren Verwandten und Freunden, den Priestern und Lehrern, den Wohltätern wie Fremden unsere Fürbitte an diesem Freitag; Christi Blut möge ihre Seelen läutern. Wir beten für die auf den Friedhöfen der Heimat Ruhenden und für die hier Verstorbenen. Wir gedenken unserer Toten des Krieges und derer, die am Straßenrand oder in Sibirien ihr Grab gefunden haben. Wo wir auch jetzt sind, wir beten für unsere heimgegangenen Landsleute.

Gottes Urteil über jeden einzelnen kennen wir nicht. Doch hoffen wir in christlicher Zuversicht, dass Glieder unserer Familie bereits in der Vollendung sind und an ihnen die Herrlichkeit offenbar geworden ist. Sie können uns gewiss auf unserer Pilgerschaft weiterhelfen.


Am fünften Freitag im Monat:
Um die Gabe der Unterscheidung der Geister

[Eingeführt von Prälat Johannes Schwalke, Apostolischer Visitator Ermland]

Manchmal hat ein Monat fünf Freitage. - In diesen Tagen der Glaubensverwirrung sind die Ermländer eingeladen, am fünften Freitag zu beten um die Gabe der Unterscheidung der Geister: zu erkennen, wo die Lehre Gottes und seiner Kirche ist, und wo Irrlehren angeboten werden.


Statio Warmiae

„Und es steigt zu dem Drei-Einen auf der große Lobgesang und die Sühne für die Seinen und der feierliche Dank.“

Als die Christenheit zur Feier des Eucharistischen Kongresses aufgerufen wurde, kamen sie aus aller Welt nach München [1960]. Ein großer Aufbruch von überall her. Der ganze Erdkreis scharte sich um den Altar und feierte das heilige Geschehen, das Geheimnis der Liebe und Einheit. Statio mundi - die ganze Welt stand da.

An dies herrliche Bild, an diese Wirklichkeit der Gnade und des Glaubens wollen wir denken, wenn auch wir all freitags uns anschicken, Statio Warmiae zu halten.

Ganz Ermland macht Station, macht halt auf seinem Pilgerweg am Opferaltar. Jeden Freitag großer Aufbruch in Flensburg und Sigmaringen, in Freiburg und Berlin, in allen Dörfern und Städten, wo Ermländer wohnen. Wer wollte wohl nicht dabeisein! Denn Ermland vereint sich zum Beten und Opfern für sein und der Welt Heil.

Der Altar der Ermlandfamilie in der Fremde steht in unserer Sankt-Andreas-Kapelle. Auch hier wird jeden Freitag in der angegebenen Meinung das Geheimnis der Erlösung gefeiert. Hier leuchtet die Kerze der Jugend als Zeichen des Gelobten Freitags.

Wie die Feiernden in München sich nach der Pax, dem Friedenskuss des Zelebranten, die Hände reichten, so reichen wir uns dann geistig die Hände. Das soll sein:

Zeichen der Einheit in Christus und Seinem Opfer -

Zeichen der Liebe und Verantwortung füreinander -

Unterpfand der Sorge und des Betens für unsere Ermlandfamilie.




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Zuletzt geändert: 8. Januar 2016
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