Kreuz als Zeichen der Liebe Gottes


Abt Dr. Bruno Platter in Balden

Stein für den ersten Ermländischen Bischof enthüllt

Ermländische Kirmes in Balden

Von Bruno Mischke

Im Rahmen der 3. Ermländischen Kirmes, die am 3. Juli 2010 stattfand, wurden fünf Gedenksteine für ehemalige Ermländische Bischöfe eingeweiht.

Über diesen sogenanten „Bischofsweg“, der von uralten Lindenbäumen gesäumt ist und die Grenze zwischen Ermland und Masuren bildet, reisten früher und traditionell auch heute die neugewählten Ermländischen Bischöfe ins Ermland ein.

An diesem Bischofsweg stehen tonnenschwere Gedenksteine, mit dazu gehörenden Informationstafeln. Die Gedenksteine wurden von verschiedenen Vereinen, Organisationen und Institutionen gestiftet. So wurde z.B. im Jahre 2009 der Gedenkstein für den letzten deutschen Bischof von Ermland, Maximilian Kaller, von der Kreisgemeinschaft Allenstein - Land e.V. gestiftet.

Den Höhepunkt der diesjährigen Einweihungsfeierlichkeiten bildete die Anwesenheit des Hochmeisters des Deutschen Ordens, Abt Bruno Platter aus Wien. An den Einweihungsfeierlichkeiten nahmen von kirchlicher Seite ebenfalls teil: Erzbischof von Ermland Wojciech Ziemba aus Allenstein, der Ermländische Visitator Domkapitular Msgr. Dr. Lothar Schlegel aus Münster sowie Domherr André Schmeier aus Allenstein, Beauftragter der Erzdiözese Ermland für die deutschsprachige Seelsorge.

Der Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land, Herbert Monkowski, war mit Zustimmung des Metropoliten der Erzdiözese Ermland und der polnischen Administration des Allensteiner Region nach Wien gereist, um die Einladung zu den Einweihungsfeierlichkeiten an den Hochmeister des Deutschen Ordens, Bruno Platter, zu überbringen, die sehr gerne angenommen worden ist.

Die Einweihungsfeierlichkeiten begannen mit einem festlichen Pontifikalamt in der Pfarrkirche zu Wuttrienen. Danach begaben sich die Würdenträger sowie die Vertreter der Verwaltung von Wojewodschaft bis Kreis per Kutschen mit Reitereskorte nach Balden zum sogenanten Bischofsweg.

Zunächst wurde der Gedenkstein für den ersten Ermländischen Bischof Anselm (1250-1278) eingeweiht. Bischof Anselm war Angehöriger des Deutschen Ordens. Dieser Gedenkstein wurde vom Hochmeister Bruno Platter und dem Deutschen Orden gestiftet.

Als nächstes wurde der Gedenkstein für Bischof Tiedemann Giese (1549 - 1550) eingeweiht. Giese war auch ein enger Freund von Nikolaus Koppernikus. Diesen Gedenkstein stiftete der Landkreis Osnabrück, Partnerkreis des Landkreises Olsztyn / Allenstein.

Danach wurde der Gedenkstein für Bischof Johann Dantiscus (1537-1548) eingeweiht. Dieser Gedenkstein ist von der Kreisgemeinschaft Osterode gestiftet worden.

Zwei weitere Gedenksteine, die eingeweiht wurden, waren den nach 1945 residierenden Bischöfen Oblak und Drzazga gewidmet.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten „beehrten“ Nikolaus Koppernikus und sein Zeitgenosse Bischof Johann Dantiscus die auf der Festwiese in Bälden versammelten Festgäste. Sie fuhren in einer Kutsche vor und begrüßten in huldvollen Ansprachen die Festbesucher. Dargestellt in detailgetreuen Kostümen wurden diese Persönlichkeiten der Geschichte durch zwei Schauspieler des Allensteiner Stadttheaters.

(np)

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